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Die Spezialisten prüfen, ob der Lkw mit einem Adblue-Emulator manipuliert wurde. Wenn er ohne AdBlue unterwegs ist, steigt der Schadstoffausstoss stark an.
1/6 rab Die Spezialisten prüfen, ob der Lkw mit einem Adblue-Emulator manipuliert wurde. Wenn er ohne AdBlue unterwegs ist, steigt der Schadstoffausstoss stark an.
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Auch Traktore aus der Region wurden kontrolliert.
2/6 rab Auch Traktore aus der Region wurden kontrolliert.
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Vor Ort überprüfen die Polizeibeamten direkt am Labtop den Fahrtenschreiber der LKW-Fahrer.
3/6 rab Vor Ort überprüfen die Polizeibeamten direkt am Labtop den Fahrtenschreiber der LKW-Fahrer.
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Alles wird genau unter die Lupe genommen.
4/6 rab Alles wird genau unter die Lupe genommen.
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An einem Modell wird gezeigt, wie schlecht oder gar nicht gesicherte Waren zur Gefahr werden können.
5/6 rab An einem Modell wird gezeigt, wie schlecht oder gar nicht gesicherte Waren zur Gefahr werden können.
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Ein Lkw-Chauffeur aus Moskau kennt das Prozedere der Kontrollen bereits und kooperiert mit den Polizeibeamten. Bei ihm wurde nichts beanstandet.
6/6 rab Ein Lkw-Chauffeur aus Moskau kennt das Prozedere der Kontrollen bereits und kooperiert mit den Polizeibeamten. Bei ihm wurde nichts beanstandet.
09.08.2018 16:12

5436 «Brummis» wurden unter die Lupe genommen

Über 10 000 Stunden verbringen Spezialisten der Kantonspolizei Thurgau jedes Jahr auf den Strassen, um Lastwagen zu kontrollieren. Dabei steht für sie die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer und auch der Lastwagenfahrerinnen und -fahrer an erster Stelle. Bei fast jedem Vierten muss etwas beanstandet werden.

Altnau «Im 2017 wurden bei den Schwerverkehrskontrollen 5436 Fahrzeuge geprüft 856 Strafanzeigen und 418 Ordnungsbussen verteilt», erklärt Marcel Rupper, Dienstchef Taktische Verkehrsdienste der Verkehrspolizei, vor den Medien auf dem Schwerverkehrskontrollplatz in Altnau. Weitere Kontrollplätze befinden sich auf Rastplätzen entlang der Autobahn A7, beim Strassenverkehrsamt in Amriswil und in der Gemeinschaftszollanlage in Kreuzlingen. 64 Polizeibeamten seien für die Kontrollen zuständig. «Uns liegt vor allem die Sicherheit am Herzen», betont Rupper. Denn Fakt sei, dass bis zu 40 Tonnen schwere Fahrzeuge mit defekten Bremsen oder ungenügend gesicherter Ladung eine Gefahr darstellen können. Ebenso wie Chauffeure, die nicht fahrfähig hinter dem Steuer sitzen. Das Ziel und die Aufgabe seines achtköpfigen Teams von Schwerverkehrs-Spezialisten sei es, möglichst viele solcher Gefahren aus dem Verkehr zu ziehen. «Grundlage für diese verstärkten Kontrollen ist eine Leistungsvereinbarung mit dem Bund. Dieser entschädigt uns zu einem grossen Teil finanziell für diese Arbeit», erklärt der Dienstchef. Ziel sei es in Zukunft, möglichst viele Schwertransporte auf die Schienen zu bringen.

Ruedi Künzler, Dienstzweigchef Schwerverkehr bei der Kantonspolizei Thurgau, stellt den Lastwagenfahrerinnen und fahrern grundsätzlich ein gutes Zeugnis aus. Trotzdem bekommen es er und seine Kontrolleure ab und zu mit Situationen zu tun, bei denen es auch den langjährigen Spezialisten kalt den Rücken hinunterläuft. «Ich erinnere mich an einen Tiertransportfahrer, der morgens um 6 Uhr mit 1,2 Promille am Steuer sass», so Künzler. «Oder an einen Chauffeur, der seine Ladung mit komplett ausgefransten Spanngurten gesichert hatte».

Umfangreiche Kontrolle

Am Dienstagvormittag winken die Spezialisten auf dem Kontrollplatz in Altnau mehrere LKWs heraus. Lastwagen aus Lettland, Russland, Polen, Frankreich und ein Traktor aus Altnau werden kontrolliert. Ein Chauffeur aus Weissrussland, der einen 40 Tonner nach Altstätten fährt, lässt die Kontrolle ruhig über sich ergehen. Er kenne das Prozedere, sagt er in gebrochenem Deutsch. «In Schweiz Kontrolle ist gut und Polizei freundlich. Polen ist Katastrophe», sagt er, lacht und fährt, ohne Beanstandung der Spezialisten, weiter. Die Prüfung läuft gemäss Ruedi Künzler immer gleich ab. «Neben den Führer-, Fahrzeug- und Ladepapieren wird auch der Zustand der Fahrerin oder des Fahrers beurteilt. Wir achten dabei auf Anzeichen einer möglichen Fahrunfähigkeit. Die technischen Kontrollen umfassen eine Auswertung der Fahrtschreiberdaten bezüglich Einhaltung der Lenk- und Ruhezeiten, die Kontrolle des Fahrzeugzustands und Überprüfung der Ladungssicherung sowie der Masse und Gewichte».

Angelina Rabener