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Regierungspräsidentin Cornelia Komposch im Gespräch mit hans Niederhauser
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Bis zum 2. Dezember präsentiert das Künstlerpaar Niederhauser und Kundry in den Bilderräumen an der Hafenstrasse 4 in Kreuzlingen seine Werke.
2/4 Wn Bis zum 2. Dezember präsentiert das Künstlerpaar Niederhauser und Kundry in den Bilderräumen an der Hafenstrasse 4 in Kreuzlingen seine Werke.
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Kundry und Hans Niederhauser mit Laudator Carlo Parolari.
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Die Vernissage-Besucher
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29.10.2018 09:57

Inspiriert von Vogelflug und Bäumen

Bis zum 2. Dezember präsentiert das Künstlerpaar Niederhauser und Kundry in den Bilderräumen an der Hafenstrasse 4 in Kreuzlingen seine Werke jeweils samstags und sonntags zwischen 14.00 Uhr und 18.00 Uhr. An der Vernissage vom vergangenen Sonntag sprach der Frauenfelder Carlo Parolari zu den zahlreich anwesenden Gästen.

Kreuzlingen «Vor acht Jahren durfte ich an einer Ausstellung von Hans Niederhauser in Frauenfeld reden und fühle mich geehrt, dies heute ein weiteres Mal tun zu dürfen», begrüsst Carlo Parolari die zahlreichen Vernissage-Besucher, darunter auch Regierungspräsidentin Cornelia Komposch und Stadtpräsident Thomas Niederberger. «Niederhauser und Kundry sind seit 1995 in der ehemaligen Molkerei und arbeiten während des ganzen Jahres still schaffend in ihren Ateliers in Fruthwilen», sagt Parolari. Jährlich im Herbst treten die Zwei mit ihren neuen Bildern und früheren Werken anlässlich einer Ausstellung an die Öffentlichkeit. Er weist auf die unermüldiche Schaffenskraft hin, die man in der Molki zu sehen bekommt und stellt fest: «Trotz der Unterschiedlichkeit ihrer Werke bilden sie eine Symbiose, geben sich gegenseitig Unterstützung, Halt und Inspiration und sind aber auch bereit für Kritik».

Detailreich und exakt

Nach den Themen Fröschen und Blumen widmet sich Kundry dieses Jahr dem Thema Tauben und Möwen. Sie verkörpern - so Parolari - Leichtigkeit, Sehnsucht, Idee, Abheben und Fantasie. Für ihn als Betrachter fällt auf, dass die Vögel phantastisch-realistisch im Stil, aber auch mystisch und ungeheuer detailreich gemalt sind. Man spüre direkt, wie viele Stunden in jedes einzelne dieser Bilder investiert worden sind und das Bild mit dem Titel «Dinner for two», auf dem der Möwerich seiner Möwin einen Fisch, gekleidet mit einem schwarzen Propeller drücke aus: Auch für kleine Spässe ist Kundry immer wieder bereit. Als einzigartig bezeichnet der Laudator die Maltechnik bei Aquarellen ohne die Farbe Weiss, sondern mit leer gelassenen Stellen. Neu malt Kundry auf Leinwand und verleiht damit ihren Bildern eine ganz andere Struktur. «Sowohl bei Kundry wie auch bei Hans Niederhauser finden wir Gemeinsamkeiten auf ihren Werken, nämlich Natur, Freiheit, Licht und See», stellt Parolari fest.

Bodenständig und verwurzelt

Sind es bei Kundry die feinen und exakten Pinselstriche, findern wir bei Hans Niederhauser die Kraft der Elemente auf der groben und grossen Leinwand. Für Parolari malt er Naturschauspiele und Himmels-Spektakel und seine Motive zeigen immer wieder weite Himmel und beinahe die Wasserlandschaften des Untersees, aber auch helle Landschaften, eisige Winter knorrige Bäume und in die Ferne führende Waldwege. Häufig weisen Niederhausers Bilder in eine scheinbar unendliche Weite, die aber doch immer erreichbar ist und letztlich in einem Horizont endet. Der Laudator findet in den Werken des Fruthwilers dessen eigenen Charakter: Bodenständig, verwurzelt und knorrig, aber auch sensibel, sehnsüchtig und träumerisch.

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