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Tim Kalhammer (Schauspieler), Jean Grädel (Regisseur) im Gespräch mit Jürg Bregenzer (Institutionsleiter Ekkharthof).
1/2 Bild: z.V.g. Tim Kalhammer (Schauspieler), Jean Grädel (Regisseur) im Gespräch mit Jürg Bregenzer (Institutionsleiter Ekkharthof).
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Improvisation der griechischen Mythologie mit der Ekkharthof-Theatergruppe.
2/2 Bild: z.V.g. Improvisation der griechischen Mythologie mit der Ekkharthof-Theatergruppe.
05.09.2018 00:00

Götter und Helden auf dem Bauernhof

Da staunten auch die Kühe im Stall nebenan nicht schlecht, was die Theatergruppe des Ekkharthofs an diesem Wochenende auf die Bühne brachte. Als solche diente der Paloxenunterstand des Bauernhofes und als Kulisse der Kuhstall und die Maschinenhalle. Die Zuschauer machten es sich auf Holzpaletten gemütlich. Was die Kühe mit stoischer Ruhe begutachteten, konnte das Publikum auf der Tribüne begeistern.

Lengwil Die Theatergruppe, die sich aus Mitarbeitenden und betreuten Menschen des Ekkharthofs zusammensetzt, zeigte unter der Leitung des Luzerner Regisseurs Livio Andreina, was Odysseus auf seiner Reise zu seiner Gemahlin Penelope erlebt hat. Die Improvisation mit Gesten, Lauten und Bewegungen wurde von Mohamed Badawi und Yannick Hubacher musikalisch begleitet.

Die Inszenierung brachte auch professionelle Theaterleute zum Staunen. Viel gelacht habe er und die Spielfreude, die er bei den Schauspielern am heutigen Abend erlebt hat, nehme er als Geschenk mit nach Hause, meinte der bekannte Regisseure Jean Grädel am Samstagabend beim Podiumsgespräch. Viel gelacht haben alle, die das Theater besuchten. Auch der St.Galler Schaupieler Tim Kalhammer und die Regisseurin und Schauspielerin Astrid Keller, die an den Podiumsgesprächen teilnahmen, waren angetan von dem Schauspiel und staunten über die Leichtigkeit und Unbefangenheit der Schauspieler.

Gezeigt wurden Szenen auf dem Meer, auf Inseln und in Höhlen. Helden und Götter versuchten sich von wilden Gestalten, Drachen und Zaubern zu retten. Ein Stunde lang begaben sich die Zuschauer auf eine wunderbare Zeitreise in der Antike. Mit minimalem Aufwand an Requisiten, dafür mit umso grösserer Motivation, vermochte die Theatergruppe das Publikum zu verzaubern.

Livio Andreina, der schon zum zweiten Mal mit der Ekkharthof-Theatergruppe eine Improvisation aufführt, meinte zum Schluss: «Warum ich das Projekt am Ekkharthof auch dieses Jahr wieder begleite: Weil es reine Lebensfreude ist, ich viel gelacht habe und es mich bereichert.»

Und so erlebten Schauspieler, Regisseur und Zuschauer an diesem Wochenende zwei wunderbare Theaterabende an einem aussergewöhnlichen Ort.

red