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Giuseppe Ungaretti.
1/1 Bild: z.V.g. Giuseppe Ungaretti.
11.10.2018 00:00

Der Fall Giuseppe Ungaretti

Kreuzlingen Ein Gespräch mit dem Romanistik-Professor Dr. Michael Schwarze von der Universität Konstanz am 16. Oktober, 18 Uhr im Museum Rosenegg:

«Dieses alte Buch ist ein Tagebuch. Der Autor hat keinen anderen Ehrgeiz (…) als den, eine eigene schöne Biographie zu hinterlassen. Seine Gedichte stellen daher seine formalen Qualen dar, doch er möchte, dass ein für allemal anerkannt wird, dass die Form ihn nur deshalb quält, weil er von ihr fordert, sie möge den Veränderungen seines Gemütes entsprechen (…). Ohne je die universellen Notwendigkeiten der Dichtung zu leugnen, hat er stets gedacht, dass das Universelle, um in der Vorstellung entstehen zu können, durch ein aktives historisches Empfinden hindurch mit der einzigartigen Stimme des Dichters in Einklang kommen müsse.»

Giuseppe Ungaretti, Notiz zur Ausgabe aus dem Jahr 1931 des Gedichtbandes «L´Allegria».

red