08.08.2018 14:13

Stillschweigen als Deckmantel fürs Versagen

Unter dem Deckmantel des Stillschweigens sollen die Stimmbürger von Kreuzlingen die Affäre um den Schulpräsidenten René Zweifel akzeptieren. Diese unhaltbare Verachtung der Wähler muss korrigiert werden. Ich fühle mich von den Schulbehörden betrogen, weil sie mein Vertrauen in die wichtige Institution Schule mit Füssen treten. Warum habe ich René Zweifel zum Schulpräsidenten gewählt, wenn er angeblich nicht fähig ist dieses Amt auszufüllen? Weil er die nötigen Voraussetzungen im Wahlkampf richtig einsetzen konnte. Ja, er wurde von seiner Partei FDP auf den Sockel gehoben und nun von Mitgliedern derselben Partei wieder herunter geboxt. Ich war damals - wie übrigens heute noch, überzeugt richtig gewählt zu haben. Ja, er wurde von mir und der Mehrheit der Stimmenden als geeignete Person auserkoren dieses Amt zu übernehmen. Dass ich mich heute zufrieden geben soll, dass René Zweifel sein Rücktrittsgesuch eingereicht hat, passt mir nicht. Ich kann zwar nachvollziehen, dass er von den vorgängigen, primitiven Druckversuchen die Nase voll hat und nicht mehr um sein Amt kämpfen will – oder kann. Die äusserst arroganten Auftritte der beiden Vizepräsidenten der Primarschule und Sekundarschule, Markus Blättler und Michael Thurau, beweisen, dass sie die Fähigkeiten nicht besitzen in diesen Gremien konstruktiv und zum Wohle der Schule, mitzuarbeiten. Mit ihrer öffentlichen Rücktrittsforderung haben sie nicht nur ihr Kommunikationsdefizit bewiesen sondern auch ihr Amt missbraucht und sollten sofort den Hut nehmen. Warum verhalten sich die übrigen Mitglieder der beiden Behörden so ruhig? Sind diese Amtspersonen willige Mitläufer und Nicker oder haben sie Redeverbot? Diese Angelegenheit muss von einer Untersuchungskommission durchleuchtet werden und zwar vor den Neuwahlen. Wenn sich in Kreuzlingen die Schulbehörde, Stadtrat und Gemeinderat gegenseitig die heisse Kartoffel hin und her schieben, muss die zuständige Regierungsrätin ein Machtwort sprechen. Eigentlich hätte ich von Monika Knill ohne Aufforderung ein Eingreifen erwartet. René Zweifel wünsche ich alles Gute für die Zukunft.

Maria Schneider, Kreuzlingen