Leserbrief
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30.08.2018 14:06

Für ein ausgewogenes Bezirksgericht

Etwas im Schatten der kantonalen und eidgenössischen Volksabstimmungen findet am 23. September im Bezirk Weinfelden auch noch eine Ersatzwahl ins Bezirksgericht statt. Als Nachfolgerin der ins Obergericht gewählten Bezirksrichterin Marianne Bommer portiert die SP Bezirk Weinfelden die Juristin Helene Pauli aus Wuppenau. Die Kandidatin hat als Untersuchungsrichterin in den Bezirken Wil, St. Gallen und Münchwilen gearbeitet und bei den Bezirksämtern Bischofszell und Arbon ausgeholfen. Danach erfolgte ein Wechsel in das Amt für Umwelt des Kantons Thurgau und im Jahr 2010 in dasjenige des Kantons St. Gallen. Helene Pauli möchte die als Oberrichterin im Nebenamt am Obergericht Frauenfeld gewonnene Erfahrung als Berufsrichterin am Bezirksgericht Weinfelden einsetzen. Das Bezirksgericht Weinfelden (inkl. nebenamtliche und Ersatzrichter) setzt sich aktuell wie folgt zusammen: SVP 4 / CVP 3 / FDP 2 / EDU 1). Seit 2011 ist das Bezirksgericht Weinfelden ein Gericht ohne linke Stimme. Selbst der damalige und heutige Bezirksgerichtspräsident Pascal Schmid (SVP) hätte es begrüsst, wenn SP oder Grüne im Gericht vertreten gewesen wären (Tagblatt vom 14.06.2010). Diese zutreffende Aussage gilt auch heute noch. Am 23. September können Sie das ändern, indem Sie Ihre Stimme Helene Pauli geben.

Ernst Schlaginhaufen, Bischofszell